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SRH Hochschule Heidelberg
Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
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Forschungsprojekte
Dienstleistungsarbeit zwischen Ökonomisierung und Aktivierung. Neue Herausforderungen an Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik
Beschreibung:
Der Wohlfahrtsstaat in Deutschland ist in den vergangenen fünfzehn Jahren einem weit reichenden Umbau (und teilweisen Rückbau) unterworfen worden. In den Organisationen der sozialen Dienste werden dabei betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente eingeführt, mit dem Anspruch, die Effizienz sozialer Dienstleistungen zu erhöhen. Die neuen Steuerungsformen bewirken eine "Ökonomisierung" – in der Praxis sozialer Dienstleistungsarbeit treten Kosten-Nutzen-Kalküle und fiskalische Aspekte zunehmend in den Vordergrund. Daneben tritt ein weiteres neues Element: Im Verständnis des "aktivierenden Sozialstaates" werden für die Gewährung sozialer (Dienst-)Leistungen zunehmend Gegenleistungen bzw. die aktive Mitwirkung von Klientinnen und Klienten erwartet und eingefordert. Dieses Aktivierungsparadigma muss letztendlich von den Beschäftigten in den sozialen Diensten in der Interaktion mit ihren Adressaten praktisch umgesetzt werden.
Bisher ist wenig darüber bekannt, wie die neuen Entwicklungen die Handlungsanforderungen und die Arbeitsbedingungen von professionellen Helferinnen und Helfern prägen. Muss der Staat zunächst seine Bediensteten aktivieren, damit er seine Bürgerinnen und Bürger aktivieren kann? Welche Folgen haben die "Ökonomisierung" und das Paradigma der "Aktivierung" für die Arbeitsprozesse und die Arbeitsqualität der Beschäftigten? Wie drückt sich der Anspruch der Aktivierung in verschiedenen Professionen und Bereichen sozialer Dienstleistungen aus?
Diese Fragen werden in einer vergleichenden Studie in unterschiedlichen Bereichen sozialer Dienstleistungsarbeit untersucht. Dazu werden in Einrichtungen der Kinderbetreuung und der Jugendhilfe sowie der ambulanten und stationären Altenhilfe Experteninterviews mit Fach- und Führungskräften sowie Personalvertretern und eine standardisierte Beschäftigtenbefragung durchgeführt.
Kontaktdaten:
| Projektleitung | |
|---|---|
Dr. Volker Hielscher |
|
| Projektteam | |
| Kerstin Blass, Dipl.-Soz., | iso-Institut (blass(at)iso-institut.de) |
| Dr. Volker Hielscher, | iso-Institut (hielscher(at)iso-institut.de) |
| Sabine Kirchen-Peters, Dipl.-Soz., | iso-Institut (kirchen-peters(at)iso-institut.de) |
| Lukas Nock, M.A. Soziale Arbeit, | Heidelberger Institut für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, SRH Hochschule Heidelberg (lukas.nock(at)fh-heidelberg.de) |
Kooperation:
Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. (iso) Saarbrücken
(http://www.iso-institut.de)
Heidelberger Institut für Sozial- und Verhaltenswissenschaften (HDISV)
(http://www.fbsgw.fh-heidelberg.de/index.php?id=311)
Förderung:
Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf
Projektlaufzeit:
01.12.2009 – 30.11.2011
Entwicklung von Kompetenzen für Mobilitätsberater unter spezieller Berücksichtigung von "Brain Drain & Brain Gain" - Kontaktdaten
In Zusammenhang mit dem zunehmenden Bedarf an Wissenschaftlern und anderen hochqualifizierten Arbeitskräften in Deutschland und Europa gewinnt der Begriff ?Brain Drain? in der Diskussion immer mehr an Bedeutung. Dabei werden in der Regel nur die negativen Folgen der Abwanderung Hochqualifizierter in den Fokus genommen, obgleich die Zuwanderung ?Brain Gain? die negativen Effekte nicht nur ausgleichen sondern auch spezifische Arbeitsmarktbedarfe abdecken könnte.
In diesem Projekt soll der Begriff der Qualifizierten auf Fachkräfte aller Niveaus angewandt und nicht nur die negativen Aspekte der Mobilität in den Fokus genommen werden.
Die Notwendigkeit qualifizierter Mobilitätsberatung und Vernetzung der Akteure und zuständigen Stellen national und international wird in einer Reihe von Studien und Projekten herausgestellt.
Der Bedarf kann an folgenden zentralen Fragen für das Projekt verdeutlicht werden.
- Wie können Stärken und Chancen, die in der europäischen Mobilität liegen, vergrößert und gleichzeitig ihre Schwächen und Risiken verringert werden?
- Wie kann man dem Phänomen ?gespaltener Arbeitsmärkte? in den Partnerländern entgegensteuern?
- Wie lässt sich "dysfunktionale Mobilität" (Qualifikation vernichtende Wanderung) individuell vermeiden?
- Welche Marketing-, Informations-, Beratungs- und Vermittlungsmethoden eignen sich für eine ?Rückkehrberatung? von Fachkräften nach Deutschland bzw. in die Partnerländer?
Die Bundesagentur für Arbeit ist mit der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung einer der Hauptakteure im Bereich der Beratung zu europaweiter Mobilität.
Ergebnisse des Projektes sollen sein:
- Die Optimierung der Beratungs-, Informations- und Vermittlungsmethoden in der Mobilitätsberatung;
- Indizierung von Modellen für regionale, nationale und transnationale Netzwerke zwischen den Akteuren;
- Weiterbildungsmodule für Beratungsfachkräfte
Durch den erweiterten Personenkreis über Hochqualifizierte hinaus werden Angebote der Mobilitätsberatung weiterentwickelt und vernetzt.
| Ansprechpartner: | Prof. Dr. Volker Hielscher |
|---|---|
| Kooperationen/Förderung: | SRH Hochschule Heidelberg, |
| Laufzeit: | 24.10.07 - 24.10.09 |
Die zerrüttete Erinnerung. Störungen des autobiografischen Gedächtnisses bei schizophrenen Psychosen
Systematische Erfassung der Störungen des autobiografischen Gedächtnisses bei schizophrenen Psychosen in verschiedenen Stadien der Erkrankung hinsichtlich neuropsychologischer Aspekte sowie der Lebensplanung und -qualität.
| Ansprechpartner: | Prof. Dr. Kai Budischewski |
|---|---|
| Kooperationen/Förderung: | Sektion Gerontopsychiatrie, Prof. J. Schröder, Dr. U. Seidl, |
| Laufzeit: | Bis Ende 2010 |
Kooperations-Projekt "Emotionen bei Schizophrenie"
· Untersuchung neuronaler Verarbeitungsprozesse von Emotionen bei Schizophrenen. Herausarbeitung der Unterschiede von Verarbeitungsprozessen zwischen Schizophrenen und Gesunden
| Ansprechpartner: | Prof. Dr. Kai Budischewski, |
|---|---|
| Kooperationen/Förderung: | Universitätsklinik Heidelberg, |
| Laufzeit: | Bis Ende 2009 |
Abbau psychischer Fehlbelastungen bei Pflegekräften im Krankenhaus
Entwicklung von Good-Practice-Modellen, die im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Krankenhäusern psychischen Fehlbelastungen vorbeugen sollen.
| Ansprechpartner: | Prof. Dr. Ralf Brinkmann |
|---|---|
| Kooperationen/Förderung: | Landesgesundheitsamt |
| Laufzeit: | März 2007 - März 2009 |
